Fokus auf die Doppelweiche

Die Doppelweiche ins BW ist von Weichen Walter eingetroffen – wie ich meine ein kaum mehr zu überbietendes
Prachtstück, eigentlich zu schade zum Lackieren. Hier einfach mal ein paar Bilder davon:

Von Herz(stück) zu Herz(stück)

Alles bestückt mit den seit kurzem erhältlichen Messing Kleineisen von Weinert

und bereits montierten Weichenlaternen von Kluba

Vielen Dank Walter für dieses Prachtstück!

 

Exkurs Vorbild
Die Reichsbahnzeit: Beginn und Ende in schlechten Zeiten

Die Reichsbahnzeit begann und endete mit einer katastrophalen Versorgungslage (Kohlenmangel) und herunter gewirtschaftetem Rollmaterial (Reparationsleistungen und Kriegsschäden) und damit einem sehr reduzierten Fahrplanangebot.

Nicht ganz einfach zu nehmen war aus bayerischer Sicht auch die Einführung der Reichsbahn. Bahnhofsvorsteher Will aus Mellrichstadt ging sogar so weit, dass er 1920 seinen Dienst quittierte – er war nicht bereit, unter preußischer Führung zu arbeiten.

Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (Notstandsarbeiten) in den 1920er Jahren sorgten für einen Ausbau der Streutalbahn und der Endstation Fladungen.

Neuigkeiten gab es auch bei den Triebfahrzeugen: Ende der 1930er Jahre kam die BR 86 ins Streutal. Diesen Lok Typ kennt zwar jeder, aber hier der Vollständigkeit halber: https://de.wikipedia.org/wiki/DR-Baureihe_86

Am Ende des Zweiten Weltkriegs ruhte der Verkehr auf der Streutalbahn von Ostern bis in den Herbst hinein völlig. Dann ging es weiter mit gerade mal zwei Zugpaaren pro Tag.

Noch härter traf es übrigens die Magistrale Stuttgart – Würzburg – Erfurt – Berlin. Sie wurde 1945 durch die Aufteilung in West und Ost bei Mellrichstadt bis zur Wiedervereinigung unterbrochen.