Gleisbau am Tag 10

Mittlerweile hat die Verlegung der Gleise auch Segment 6 (das End-Segment des Bahnhofs) erreicht. Dort sind nun
alle Gleise verlegt. Man kann auch schon links hinten die Zufahrt zum Schotterwerk erkennen. Hier ist noch die
S-Kurve zu realisieren. In diesem Punkt weicht das Modell Fladungen übrigens etwas vom Vorbild ab – Dort verläuft
das Gleis etwa im Winkel von 45˚ vom Hauptgleis ab. Das hätte dann aber zu einem unhandlichen Anbau geführt.

Auf dem vorderen Segment sind die verlegten Gleise 1 und 2 zu erkennen. Ganz rechts kommen hier noch Gleise 3 + 4.

Spannend war auch der Einbau der Schließungen von Outbus – alle Löcher am richtigen Ort und in der richtigen
Größe? Hat alles perfekt gepasst. An dieser Stelle vielen Dank an Martin für die rasche Lieferung!

Segment 3 mit 138 cm Länge hat sieben Schließungen und 9 Schlüssel, also 6,5 Schlüssel pro Meter 🙂
Um es den Zf und Fdl hier nicht zu schwer zu machen, wird es eine passende Beschriftung geben.

Und zum Schluss noch ein Tipp am Rande: Die „Schienenprofil-Kappsäge“ nach einer Idee von Thomas Kern,
(wenn ich das so richtig verstanden habe) die von Jürgen Riedl produziert wird. Damit lassen sich die Profile
genau auf Modulkante ablängen.

Exkurs Vorbild
Die frühe Bundesbahnzeit

Die Zeit der Deutschen Bundesbahnzeit begann für das Gebiet der gerade frisch geborenen Bundesrepublik bekanntlich
am 7. September 1949. Glück für die Lokalbahn Mellrichstadt-Fladungen: sie lag gerade noch so auf dem Gebiet der
Bundesrepublik und aufgrund der Nähe zum Osten wurde dieser Bereich Zonenrandgebiet.

In der frühen Bundesbahnzeit so bis 1956 – gerne (als Teil der) Epoche IIIa bezeichnet, begann so langsam der Niedergang
der Nebenbahn Mellrichstadt – Fladungen. Kostendruck und Rationalisierungszwang einerseits und nachlassende Nachfrage
an Personen- und Gütertransportleistungen andererseits waren eine immer weiter auseinandergehende Schere.

Basaltverladung in Fladungen
Der Bedarf an Basaltsäulen und Basaltschotter ging deutlich zurück. Mehr gefragt waren Basalt Kies und Staub für den
Straßenbau. Dieser wurde dann im Steinbruch direkt auf LKW verladen – der umständliche Transport per Fuhrwerk
zum Bahnhof Fladungen ging stark zurück. 1957 wurde das Schotterwerk Fladungen geschlossen.

Basaltverladung in Nordheim
Hier wurde der Basalt per Seilbahn vom Steinbruch zum Bahnhof transportiert und daher konnte sich dieses
Schotterwerk noch eine ganze Weile über Wasser halten.

Sägewerk Rothhaupt
Das auf Eichenholz spezialisierte Sägewerk war weiterhin guter Kunde der Bundesbahn.
Sägewerk-Intern wurde der Betrieb auf der Normal- und Schmalspur auf Dieselloks umgestellt.

Bahnbetrieb
Im Oktober 1954 wurden die Dienststellen Ostheim, Nordheim und Fladungen in Agenturen umgewandelt und im
Dezember 1959 wurde der vereinfachte Nebenbahndienst eingeführt.

Fuhrpark
Ein Thema, das den Modellbahner natürlich besonders interessiert. Die Hauptakteure waren

BR 86              meist die 86 131, gelegentlich vertreten durch 86 356
BR98.8            die ehemalige bayerische GtL 4/4
BR 78              anfangs gelegentlich, später häufiger erreichte auch z.B. 78 161 Fladungen

Wagen            leider liegen auch mir hierzu praktisch keine Informationen vor

Der Lokschuppen vom Sägewerk Rothhaupt: Links Normalspur – rechts Schmalspur

 

Rungenwagen Gattung Stuttgart – damit wurden die Eichenstämme angeliefert