Kabelsalat

Also heute habe ich die Verkabelung von Segment 5 und 6 begonnen.

Verkabeln – die einen hassen es, die anderen finden es eine meditative Übung. Aber  eigentlich kann man mit
Verkabelung keinen Blumentopf gewinnen, eher kann es Ärger geben, wenn etwas nicht tut.

Ich mache die Verkabelung immer erst, nachdem die Gleise liegen und gehe dabei in folgenden Schritten vor:
– Stege unter dem Gleis an den gewünschten Stellen durchtrennen (mit Proxxon)
– Loch durchs Trassenbrett bohren (Akkuschrauber)
– Kabel konfektionieren und verzinnen. Ebenfalls die Unterseite am Gleis
– Kabel einführen und oben einen kleinen Knick anbringen (2 mm, 90 Grad)
– Dann wird das Kabel von unten ans Gleis gedrückt und verlötet.
– Ich halte den Lötkolben mit dünner Spitze 10 sec bei mindestens 350 Grad dran.
– Die Finger, die das Kabel halten, haben Probleme mit der Wärme, bevor die Schwellen das Problem haben.
– Um die Fehler-Wahrscheinlichkeit zu senken, schließe ich jedes Gleisstück doppelt an.
– Das Hauptkabel Bananenstecker zu Bananenstecker wird an einer Stelle unterbrochen
– und dann wieder mit einer Wago Dreifach-Klemme verbunden. Von dort geht es zur Lötleiste
– Die Kabel vom Gleis und das Durchgangskabel werden auf einer Lötleiste miteinander verbunden.

Salat Teil 1

1 x bügeln und Fassonschnitt – zu erkennensind auch das Durchgangskabel mit den Wago Klemmen

Alles auf Lötleiste verbunden

und dann noch die Bananenstecker dran. Segment 6 ist fertig und Segment 5 kommt dann am Sonntag.

So sieht das dann von oben aus.

 

Exkurs BR 86
Heute nicht so ernst gemeint

Also noch mal die Frage in die Runde: Was hat eine BR 86 mit Porsche zu tun? Alle, die zum Lachen in den Keller
gehen müssen, bitte hier aufhören zu lesen, denn das ist jetzt nicht so ernst gemeint:

Eine Gemeinsamkeit ist: BR 86 und Porsche 917/30 haben beide knapp über 1000 PS. Falsch dagegen ist: Der
Porsche 917/30 brauchte 2.4 s von 0 – 100 km/h – die BR 86 hat das vermutlich in 2,4 Minuten geschafft –
denn die BR 86 erreichte max 80 km/h.

Also gut – ich sage mal 356. Was ist das? Das war der erste Serien Porsche – sehr Ep III kompatibel, da 1948
bis 1965 gebaut! Einfach mal googlen! Aber das ist noch nicht alles: Das Betriebswerk Schweinfurt beheimatete
eine 86 356! Wenn die normalerweise auf der Streutalbahn eingesetzte 86 131 nich verfügbar war, kam Schwester
86 356 zum Einsatz. So jetzt ist die Katze aus dem Sack – daher hat meine  in den Mahrschen Lokomotiv-Werken
im Aufbau befindliche BR 86 diese Nummer. Das Nummernschild hat sie schon!

PS: 86 911 wäre ja auch lustig gewesen, das ist nämlich die Postleitzahl von Dießen. Aber die BR 86 endete
(mit ein paar Ausnahmen) bei 86 875, irgendwie 36 zu wenig.