Rangierspaß in Fladungen

Hallo zusammen,

erst einmal Fröhliche Weihnachten und ich bin – was den Adventskalender betrifft, am Ziel der Reise.
Hier für Dich als Mitleser eine letzte kommentierte Fotostrecke:

Mit der Lok aus dem Lokschuppen und dann die P-Wagen ankuppeln

Umsetzen auf Gleis 2 – hierfür werden die Schlüssel von W10 und 12 benötigt

und dann den Zug am Bahnsteig bereitstellen (Gepäckwagen vorne war übrigens Vorschrift und alle Bahnhöfe auf
der Strecke waren so gebaut, dass der GSauf dieser Seite des EG lag.

 

Zurück aus Mellrichstadt. Nachdem alle Fahrgäste ausgestiegen sind, wird zunächst DKW 1cd auf Abzweig gestellt,
damit keine Wagen in die Strecke abrollen können. Hierfür wird zunächst Schlüssel 1cd+ vom Fld benötigt, dann muss
1cd- abgegeben werden – die DKW kann dann nicht mehr zurückgestellt werden.

Dafür erhält man dann W9+ und W5+, mit denen man dann die abhängigen Schlüssel W8+ und W6+ erhält. Nun
kuppelt die Lok ab und setzt über W9 und W8 sowie über W6 und W5 um und kuppelt vor dem Zug wieder an. W5+ und
W8+ wieder zurück an den Fdl, dafür bekommt man 1cd-, bringt die DKW1 wieder in Grundstellung und gibt DKW 1cd+
wieder beim Fld ab. und schon ist man abfahrbereit für die Rückleistung nach Mellrichstadt 🙂

Wenn tagsüber Kohlen gebraucht werden, fährt man noch mit der gesamten Einheit kurz zum Lokschuppen – siehe oben.
Für den letzten Zug abends gilt das gleiche, er stellt allerdings noch die P-Wagen auf dem Stutzen hinten ab, bevor die Lok
im Schuppen abgestellt wird.


Güterzüge

Bei den Güterzügen gibt es zwei Varianten – den Nahgüterzug und den Basalt-Schotter-Zug:

Der Nahgüterzug (Ng)
Je nach Epoche wurde der Güterzug mit einer in Fladungen stationierten oder einer vom Bw Schweinfurt disponierten
Lok befördert. Hier gehe ich vom zweiten Fall aus. Der Ng fährt auf Gleis 2 ein und dann wird die DKW kann auf
Rangierbetrieb gestellt.

Nun werden die anglieferten Wagen (meist O- und R-Wagen mit Stamm- und Grubenholz sowie Basalt-Spezialitäten,
manchmal auch G Wagen oder Flachwagen an der Laderampe mit Anlieferungen) auf Gleis 1 abgestellt. Hierfür werden
wiederum die Schlüssel der Weichen W5, W6, W8 und W9 benötigt.

Nachdem die Fuhre an der Rampe abgestellt wurde, geht es auf der anderen Seite zu den Basalt-Verladeplätzen.

Ein „beladener“ Wagen wird mitgenommen

Dazu kommen dann bedarfsweise Wagen von der Baywa am Gleis 3. Dann wird zunächst über W11 (Schlüssel) in die Baywa
rangiert und die GS II geöffnet. Wagen bereitstellen, alles wieder abschließen, zurück zu Gleis 1 und 2. Dort die Lok umsetzen,
so dass der Begleitwagen wieder hinter und nicht vor der Lok ist. Der Fdl bekommt die Schlüssel W5+, W9+, W10+, W11+, W12+
und GS II zurück, nachdem der Zug abfahrbereit auf Gleis 2 bereitgestellt wurde.

Wenn bereits ein P Zug in der Zeit erwartet wird, ist es sinnvoller, wenn der Ng auf Gleis 3 bereitsteht. Das kann dann
über Weiche 11 erfolgen. Ausfahrten von Gleis 3 erfolgen in diesem Fall über DKW1 und DKW2. Das übernimmt dann der Fdl.

Ist doch soweit ganz einfach oder? Wem es zu kompliziert ist, nimmt den Bus – den Schienenbus, versteht sich 🙂

Basalt-Schotter-Ganzgüterzug
Basalt Schotterzüge fokussieren das Basalt-Werk, das über W7 von Gleis 1 abgeht. Hier wurden in Spitzenzeiten bis zu 10 Wagen
pro Tag beladen. Zusätzlich wurden mit diesem Zugpaar etwa die gleiche Menge Wagen in Nordheim bereitgestellt und abgeholt.
ob das jetzt ein weiterer Nahgüterzug, ein Dienstgüterzug oder ein Ganzgüterzug war … konnte ich bisher nicht in Erfahrung bringen.

Der ankommende Zug muss zunächst ich wieder den Bahnhof sichern (genau, die DKW 1cd-), dann ins Ziehgleis zurückgezogen
und anschließend über W5 und W6 auf Gleis 1 rangiert. Da W7 keine Fahrstraße bemüht, ist sie tatsächlich nicht geschlüsselt,
aber GS I grenzt den Anschluss vom Bundesbahnnetz ab. Also GS I aufschließen und erstmal die beladenen Schotterwagen
(Ommi 51 und verschiedenste Ottm) rausziehen und auf dem Stutzen hinten in Gleis 2 abstellen. Dann noch die Schlüssel von
W8 und W9 ausfassen und die auf Gleis 2 abgestellten Leerwagen umfahren und anschließend in den Anschluss drücken.

Ich habe noch keine Ommi und Ottm, daher hier einfache O Wagen

GS I wieder abschließen, vielleicht noch Wasser fassen (natürlich nur als Dampflok), das geht auch am Gleis 1,
die beladenen Wagen vom Stutzen in Gleis 2 wieder ankuppeln und schon ist nach Abgabe aller Schlüssel die Rückleistung fertig.
Außer: die Kohlen sind alle, dann geht es noch kurz an den Lokschuppen, denn Kohle gibt es nur dort.

Also ebenfalls eine spannende Aktion.

Ausblick

Nun sind alle Türchen des Adventskalenders geöffnet, aber bitte nicht vergessen: am 28.12.2018 kannst da das Video
von der ersten Fahrt im Bahnhof Bahnhof Fladungen auf der Hauptseite des Kalenders ansehen!

Danach stehen in Fladungen folgende Arbeiten an:

Darüber werde ich in loser Folge auf meiner Seite berichten. Wenn Du über wichtige Ereignisse informiert werden willst,
schick mir bitte eine Mail oder schaue einfach mal wieder hier vorbei.

Fröhliche Weihnachten wünscht Dir
Armin